Fütterung

Grundbedürfnisse der Pferde

Bei der Fütterung ist zu beachten, dass man sich an den Grundbedürfnissen der Pferde orientiert.

Der Verdauungstrakt der Pferde hat sich in den letzten tausend Jahren nicht verändert und daher ist es wichtig, das wir so nah an der Natur bleiben und die Pferde versuchen so zu füttern.

In der Natur fressen Pferde rund um die Uhr, da gibt es keine Pausen die länger als 3-4 Stunden sind. Pferde sind daher Dauerfresser und auf eine ständige Aufnahme kleiner Mengen Futter angewiesen. Fresspausen sind für Pferde Stresszeiten. Auch bei Fresspausen wird Magensäure gebildet.

Der Gegenspieler von Säure ist Speichel. Wenn das Pferd viel kaut, wird viel Speichel gebildet. Das Pferd braucht für 1kg Hafer 10min und für 1kg Heu 45min. Das heisst, für 1kg Heu wird die vierfache Menge Speichel produziert. Daher ist empfohlen grundsätzlich viel Heu und nur wenig Kraftfutter zu füttern.

JEDES PFERD SOLLTE INDIVIDUELL GEFÜTTERT WERDEN.

RASSE- LEISUNGS – HALTUNGS UND ALTERSGERECHT

Heu

Das Heu ist die wichtigste Grundversorgung des Pferdes. Es sollte ein aromatischer angenehmer süsser Geruch haben und stängelig sein. Das Heu sollte einen niedrigen Energie und einen hohen Rohfasergehalt haben. Gehaltvolles Heu mit höherem Gehalt eignen sich für intensiv gearbeitete, schwerfuttrige , Zucht oder Sportpferde. Optimal ist eine ad libitum Fütterung. Die Verwendung von Heunetzen mit kleinen Maschen ist bei leichtfuttrigen Pferden ideal, da Sie langsamer fressen müssen! Die Regel lautet 1,5-2% vom Körpergewicht. Das heisst, ein 500kg schweres Pferd wird täglich mindestens 7,5kg – 10kg Heu gefüttert.

Gras, Weiden

Durch die Bewegung und die selbständige Futtersuche kommt das Weiden dem natürlichen Fressverhalten des Pferdes entgegen. Bei frostigen Nächten gefolgt von warmen sonnigen Tagen vorallem im Frühling und Herbst ist Vorsicht geboten, dabei bilden sich sehr schnell viele Fruktane im Gras welche Hufrehe auslösen können. An diesen Tagen das Pferd frühstens am Mittag auf die Weide bringen.

Kraftfutter

Sieht ein Pferd ohne Kraftfutter gut aus, ist lebhaft und hat eine gute Kondition braucht es kein Kraftfutter. Wird ihr Pferd gearbeitet und leistet Muskelarbeit und wirkt im Training energielos, kann man Kraftfutter zufüttern und jeweils in kleinen Mengen schrittweise erhöhen.

Karotten, Äpfel, Läckerlis

In kleinen Mengen füttern, zum Beispiel nach dem Reiten als Belohnung

Salz, Mineralfutter

Futteranalysen zeigen dass im Gras und Heu fast alles ausreichend vorhanden ist. Das Salz und das Mineralfutter sollte jedoch ergänzt werden.

Laub, Kräuter, Zweige

Das Pferd ist kein reiner Grasfresser. In der Natur ernährt es sich auch von Laub, Zweigen, Beeren, Stauden und Kräutern. Diese liefern jede Menge natürliche Mineralien, Spurenelemente und Enzyme.

z.B. Brennnesseln, Laub und Zweige von Haselnussstauden oder Obstbäumen. Fertig gekaufte Kräutermischungen können als Kur oder während des Fellwechsels gefüttert werden.

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